Biere, Ulysses & Co: auf nach Dublin!

Mulligan

Könige, Revolten, Hungersnöte, Boom-Zeiten und Finanz-Crashes: Die irische Hauptstadt hat alles schon erlebt und kann sich doch immer wieder neu erfinden. So zeigt sie sich heute als interessante Mischung von historischer Bau-Substanz und einer hippen, vibrierenden Szene, die in den zahlreichen Pubs neben Guiness auch die neuen Craft-Biere zischen lässt.

Genau 119,5 Sekunden dauert es, erläutert die kompetente Barfrau in der Guinness Brauerei, bis ein Pint des dunklen Bieres perfekt ins Glas gezapft ist. Etwas länger bis wir die Gravity Bar im Dachgeschoss erreichen, die einen tollen Rundum-Blick auf Dublin, Sitz der Europazentralen von Google, Facebook und twitter, bietet.

Trinity College

Im pulsierenden Stadtzentrum findet man im mittelalterlichen Trinity College eine Oase der Ruhe. Von Grafton Street No 1 durch einen schmalen Torbogen, und schon öffnet sich eine andere Welt: Besonders beeindruckend der holzgewölbte Bibliothekssaal mit seinen zahllosen Folianten und den filigranen Wendeltreppen zur Galerie.

 

Raufen und Laufen

Essen, Trinken und die schönen Künste sind das Eine, Irland wäre aber nicht komplett ohne seine rustikal anmutenden Sportarten wie Hurling, Gaelic Football oder Rugby, bei denen es recht deftig zugehen kann. Wer mehr auf Klasse steht, den zieht es aber zu einem der wunderbaren Rennplätze rund um Dublin. Wie etwa „The Curragh“, wo seit rd. 300 Jahren Galopprennsport betrieben wird. Reich & schön sowie arm & fein herausgeputzt – es zieht sie alle hinaus zum Rennplatz, wo die Pferde schnell, die Damen behütet, das Bier kalt und der Wettschein heiss sind. Abseits von Pubs wird man wenig Orte finden, wo der irische Mikrokosmos besser abgebildet ist.

 

Dort, wo Molly  „Ja“ sagte

Mit dem Lokalzug erreicht man in kaum einer halben Stunde die kleine Halbinsel Howth: Möwen, Klippen, Fischer und ein wenig „Ulysses“ schnuppern: Ja, dort hat Joyce´ s Molly den Heiratsantrag ihres Leopold Bloom angenommen („..und das Herz ging ihm wie verrückt und ich hab ja gesagt ja ich will Ja.“). Verschnaufpause dann in einem der vielen Fischrestaurants im Hafen. Zum frischen Fisch frischer Chardonnay, kein Bier.

 

Rokitansky im Detail

Essen und Trinken

L. Mulligan Grocer
Im nördlichen , eher rauen, Teil Dublins (Stoneybatter) gelegen. Kaum Touristen, dafür Craft Biere und irische Spezialitäten bis zum Abwinken. Samstags Food Market.

http://lmulligangrocer.com

 

The Winding Stair

Photo Chrystel Rigaud

Photo Chrystel Rigaud

Einst legendäres Literaten Pub & Cafe am Fluss Liffey, heute angesagtes Restaurant mit Hang zu Home-cooking und Micro-Brauerei Bieren. Im Erdgeschoss tolle Buchhandlung.

http://winding-stair.com

 

Forest Avenue

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Wer nach viel Burger & Bier wieder Gusto auf eine etwas elaboriertere Küche hat, wird hier fündig. 3-gängiges Menü € 35.-, feine Weinkarte (u.a. Birgit Eichinger, Muhr-Van der Niepoort)

http://forestavenuerestaurant.ie

Sehen

Gaelic Games im Croke Park Stadium

Die Arena bietet rd. 82.000 Zuschauern Platz. Die Stimmung ist dementsprechend. Gaelic Football, Hurling & Co, aber auch viele Konzerte.

http://www.crokepark.ie/about

 

Rennplatz „The Curragh“

35 km nordwestlich von Dublin. Bequem mit Zug oder Bus („Dublin Coach“) erreichbar. Renntermine unter:

http://www.curragh.ie/racing/

 

Trinity College
1592 gegründet, bietet die weiträumige Universität mit ihren weiten Rasenflächen eine touristische Rückzugsmöglichkeit im Trubel Dublins. Samuel Beckett studierte hier, Erwin Schrödinger hielt 1943 hier seine berühmten „Lectures“. Einmalige Bibliothek „Long Room“ mit dem „Book of Kells“ (800 a.d.) und der ältesten Harfe!

 

Aktuell, Am Wasser, Im Anflug , , , , , , , , ,

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