Frühlingssonne in Laibach genießen

Brücke u Kirche IMG_6208

Pont Neuf, Tower Bridge, Rialto oder Golden Gate – alles Brücken, die als Wahrzeichen für ihre Stadt gelten. Vielleicht noch die Sydney Harbour Bridge, über die Autos und Züge brausen, per Pedes gegangen, gejoggt und sogar darüber geklettert wird. Aber nur eine, die in Wirklichkeit zu dritt ist und eindeutiger Stadtmittelpunkt: die Tromostovje (Dreibrücke) in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana (Laibach).

Im Frühling zieht es Rokitansky gerne Richtung Süden. Als ob wir eine Jahreszeit überspringen könnten, locken dort frühe Versprechungen von Wärme, sonnigen Straßencafés und ziellosem Flanieren am Corso. Nicht mit dem Flugzeug in die Gegenden ewigen Sommers, sondern langsam, sich vorsichtig annähernd Richtung mediterrane Gefilde. Venedig fällt uns da gleich ein, oder Triest, Nizza, Dubrovnik, Florenz, Udine – you name it. Aber am Rande des Mainstreams wartet eine Perle darauf, von sonnensüchtigen Flaneuren neu entdeckt zu werden: Laibach.

 

Mihael Grmek commons Wikimedia

Eine Stadt der Zukunft wollte Architekt Joze Plečnik in den 1930er Jahren gestalten und dabei neue sezessionistische Elemente mit Bestehendem verbinden. So ergänzte der Schüler Otto Wagners eine alte Steinbrücke mit zwei sich elegant dazu schmiegenden Fußgängerbrücken und schuf so die architektonische Besonderheit der „Dreibrücke“, die fächerförmig in die Altstadt zeigt.

Drachen gr IMG_4981Die Brücke und der angrenzende Preseren Platz sind der eindeutige Mittelpunkt der Stadt, von dem sternförmig Straßen wegführen. Links davon unter Kolonnaden ein Zeile Markthallen, die an Palladio erinnern und ein fein sortierter Grünmarkt im Freien.

Von dort weg lässt sich dann gut am verbauten Flussufer entlang schlendern, weitere architektonische Gustostückerln wie die Drachenbrücke oder die mit schlanken Säulen eingefasste Schusterbrücke entdecken – und die Sonne in den zahlreichen Cafés der Uferpromenade – endlich wieder – genießen.

 

 

Joze Plečnik – eine Architektenkarriere zwischen Kaiser und Marschall

Plečnik lernt Tischler im elterlichen Betrieb in Laibach und geht 1888 an die HTL in Graz. Von dort in die Meisterschule von Otto Wagner nach Wien, wo er bald zur rechten Hand Wagners avanciert. Nur eine Intervention des Kaiserhauses verhindert 1911 die bereits einstimmig beschlossene Wagner-Nachfolge  an der Akademie der bildenden Künste.Bildschirmfoto 2015-02-20 um 17.38.50 Einen Ausweg bietet die Berufung nach Prag, wo er von Präsident Masaryk in der jungen tschechoslowakischen Republik 1920 zum Burgarchitekten bestellt wird. Rückkehr ins Königreich Jugoslawien, wo er, seit 1945 regiert Marschall Tito, 1957 stirbt.

http://www.architektenlexikon.at/de/467.htm

 

Lesen

Lojze Kovacic: Die Zugereisten

Dreibändiges Epos über eine Familiengeschichte in einer Stadt mit wandelnden Systemen: Österreich Monarchie, Königreich Jugoslawien, Italienische Besatzung, Deutsche Besatzung, Republik Jugoslawien

 

Rokitansky im Detail

Übernachten

Grand Hotel Union Business

Sehr zentral gelegen; ParkgarageStaircase IMG_5035

http://www.union-hotels.eu/de/grand-hotel-union-business/

 

Essen

Valentin

Frischer Fisch!Valentin IMG_6218

Vodnikov trg 5, 1000 Ljubljana
T:+386 590 41111

https://www.facebook.com/pages/Restavracija-in-ribarnica-Valentin/883428525018096?sk=photos_stream

 

JB RestaurantMB IMG_5037

 

Fine Dining: slowenischer Spitzenkoch!

Miklošičeva 17, 1000 Ljubljana

http://www.jb-slo.com/en

 

PEN Klub RestaurantPEN innen IMG_4999

 

 

Ein absoluter Geheimtipp: im ersten Stock einer Gründerzeitvilla; Flair der 1960er

Tomšičeva 12, 1000 Ljubljana

http://www.restavracija-penklub.si/index.php?page=58

 

Naschen

Konditorei Lolita
Cankarjevo Nabrežje 1

 

Vinothek Movia

Mestni trg 2 1000 Ljubljana

Weine vom Spitzenwinzer Aleš Kristančič: Biodynamik pur.

 

Ansehen

 

Cafes IMG_6206Uferpromenaden
am Ljubljanica Fluss

Brücken, Cafes, Bistros, usw.

 

 

Zentralmarkt

Photo: J. Skok

Photo: J. Skok

Buntes Treiben, viele regionale Produkte

 

 

 

Museum of Modern ArtMUMOK IMG_5003

Strenger 1950er Bau des Plečnik Schülers Edvard Ravnikar

Kunst des 20. Jhdts

 

 

Burg

Leicht mit dem Panoramalift zu erreichen: Toller Blick.

 

 

 

 

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