Die Gerüche von Marrakesch

Gewürze

„Es ist würzig in den Suks, es ist kühl und farbig“, schrieb Elias Canetti 1954 in  „Stimmen von Marakesch“ über die Ladenstraßen in der alten Handelsstadt. So ist es heute auch noch: Berauschend mit den Farben der Teppiche, der langen, wallenden Gewänder der Händler oder der rostroten Häuserzeilen.

Betörend aber durch die vielen Gerüche: der Minze Tee im „Cafe des Epices“, der ledrige Duft des kleinen Esels, der den klapprigen hölzernen Karren durch die engen Gassen zieht. Oder die zu hohen Pyramiden aufgetürmten Gewürze – Kreuzkümmel, Muskat, Anis oder die typische marokkanische Gewürzmischung „Ras el Hanout“, die einen innehalten lassen, um den Duft des Orients gierig einzusaugen.

Ein Verkaufsstand voll mit Haufen frischer Minze wird zum olfaktorischen Wegweiser („dann gleich links“) genauso wie die Konzentration von Hühnerkäfigen („Frischfleischabteilung“) in einer Ecke des Suks.
BarbierNeuVorbei am kleinen Friseur mit seinem abgewetzten Ledersessel, den matten Spiegeln und den Geruchsfahnen von scharfem Rasierwasser, die rasch verdrängt werden vomBenzinaroma der knatternden Mopeds, die sich knapp an dir vorbei zwängen.

Die Medina, die alte Stadt, umgeben von einer kilometerlangen Mauer, nur unterbrochen durch monumentale Eingangstore, vibriert, duftet verführerisch und stinkt auch da und dort, beides oft knapp nebeneinander. „Nehmen Sie eine Berber Gasmaske mit“, rät mir der Wächter am Eingang der Gerberei und drückt mir ein Büschel duftender Minze in die Hand. Shukran, danke, hilft wirklich.

Rauchschwaden

 

Dann abends am Großen Platz, dem Platz der Gaukler, Erzähler und Schlangenbeschwörer. In dutzenden Grillbuden brutzeln Lammspieße & Co und Rauchschwaden voll Röstaromen und frischem Koriander mischen sich mit dem Duft der Berberfrauen, die nebenan Henna Tätowierungen auf Gesichter, Hände und Füße zaubern.

 

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Ein neuer Tag beginnt mit einer ausnüchternd frischen Brise Bergluft vom nahen Atlasgebirge, ehe es wieder Zeit wird, sich in das Gewirr der Medina hinein zu schnuppern: „Genug ist nicht genug“ – und Rokitansky hört im Kopf den famosen Konstantin Wecker singen.

 

 

 

 

Rokitansky im Detail

Wohnen

Hotel Les Jardins de la Koutoubia

http://www.lesjardinsdelakoutoubia.com/uk/navigation.htm

 

Fassade Koutoubia

 

 

Oder in einem der zahlreichen Riads

zB http://www.riadkaiss.com/de/

http://www.riadsmorocco.com/riad-marrakech/

http://www.charming-riads-in-marrakech.com/index.php

 

Essen

Unbedingt am Großen Platz (Jemaa el Fna) in einer der zahlreichen Grillbuden

Oder

Le TobsilRiad Restaurant

Restaurant Riad Kniza

Cafe des Epices

 

 

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Kommentare

  1. Ein wunderschöner Bericht über eine farbenfrohe, lebendige Stadt. Ich selbst bin von Marrakesch begeistert und werde nächstes Jahr wieder hinfahren um noch mehr Schönheiten zu entdecken.

  2. Ich gehöre eindeutig zu den Menschen, die Marrakesch lieben. Die Sonne, die glücklichen Menschen, das Essen, die Magie…. Cooler Artikel!

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