In der Stadt der ertrunkenen Fahrräder

Neulich an einem der zahlreichen Kanäle in Kopenhagen. Fahhräder, wohin das Auge blickt. Fast 40% nutzen den Drahtesel für den Weg zur Arbeit, Schule, Uni. Auf breiten „Rad-Autobahnen“ gleiten sie dahin: schicke, bequeme, alte, neue, Lasten- oder die putzigen „Kinderwagen“-Räder mit der großen Kiste am Vorderrad, aus der die kleinen Magnus´ oder Mathildes frech heraus schauen.

Rechts das tempelartige große Thorvaldsen Museum. Bertel Thorvaldsen, später berühmtester Bildhauer Dänemarks, hat eine bemerkenwerte Karriere hinter sich. Schon mit 11 Jahren kommt er als Kind armer Eltern an die Kunstakademie – kann sich das heute wer vorstellen? Als Stipendiat verschlägt es ihn nach Rom, wo er 40 Jahre lang wirkt, ehe er 1838 nach Kopenhagen zurückkehrt und der Stadt seine beachtliche Sammlung vermacht.

Kunst & Design wird hier an der Ostsee breiter Raum gewidmet. Wie etwa mit der 2004 neu eröffneten Königlichen Oper (finanziert vom Containerunternehmen Maersk), die wie ein neuzeitlicher Tempel in den Amalienhafen ragt. Im Innenraum geben die riesigen kugelrunden Kronleuchter von Olafur Eliasson mit den holzvertäfelten Wänden rundum ein vitales Bild vom „Dansk Design“.

Gegenüber am Hafenbecken prunkt das neue Schauspielhaus, eine riesige Glasschachtel, die man 2008 sinnigerweise mit „Hamlet“ eröffnet hat.

Auch am Wasser, wenige Hundert Meter entfernt, dann die „Kongelige Bibliotek“ mit dem modernen, verspiegelten Anbau direkt am Hafen. Aufgrund seiner rund 2500 Quadratmeter großen, dunklen Fassade aus poliertem schwarzem Granit gaben die Kopenhagener dem 1999 eingeweihten Multikulturhaus den Spitznamen „Schwarzer Diamant“. Der kann so richtig funkeln, wenn das Sonnenlicht mittags auf die glatte schwarze Fassade trifft.

Mittagszeit am „Nyhavn“: wo früher die Handelsschiffe an Land gingen und den Seeleuten ausreichend Gelegenheit geboten wurde ihren Sold rasch loszuwerden, versammeln sich heute die Touristen. Ein malerischer Hafenkanal, zahlreiche museale Schiffe vor Anker, umrahmt von bunten Fachwerkshäusern und zahlreichen Restaurants. Smoerebroed, Hering, kräftiges Bier vom Fass und ein guter Aquavit haben einst schon die Männer von Flake erfreut.

Zurück geht es wieder über den „Stroeget“, den „Strich“, die lange Haupt(Einkaufs-)strasse Kopenhagens. Viel „Dansk Design“ lacht aus den Schaufenstern (etwa bei H. Skjalm P.) oder in den Kaufhäusern, wie Illums Bolinghus.

Und was ist mit den ertrunkenen Fahrrädern?

Die sieht man – leider – zahlreich in den Kanälen vor sich hindümpeln. Ob aus einer betrunkenen Laune heraus oder zur „Entsorgung“: Made in Denmark, ertrunken im kalten Kanal.

Nyhavn: früher Spelunken und Freudenhäuser

 

Die neue Oper direkt am Meer

Lecker: Smoerrebroed und Bier

„Wer Gott verdraut had wohl gebaut“ – Wunsch aus 1765

RIP: ertrunkene Räder

Rokitansky im Detail

Wohnen

Hotel Alex

Noveau Boheme Spa Hotel

http://www.hotelguldsmeden.dk/home/index.html

 

Essen

Noma

„On Monday the 3rd of December 2012 at 10 a.m. (CET) we start taking table reservations for February and March 2013.“ Na ja, gilt halt als das Top Restaurant Europas.

http://noma.dk

Slotskaelderen

Traditionelles Smoerrebroed Gasthaus im Zentrum

http://www.slotskaelderen.dk

Heering

Fisch Bistro am Nyhavn

http://restaurantheering.dk/dk/index.php

 

Trinken

Weinbar „Ved Stranden“

http://www.vedstranden10.dk

Bierlokal „Mikkeller“

http://mikkeller.dk

Sehen

Bootsrundfahrt

Ab Nyhavn oder ab Gammel Strand: absolut empfehlenswert

http://www.stromma.dk/en/CANALTOURS/

Danish Design

Dansk Design Center is a good place to start. But in department stores like Illums BolighusBodum Home and Hay House you will also get a good impression of the Danes ability to design.

Aktuell, Am Wasser, Im Anflug, Velo , , , , , ,

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