Bittersüss in Zagreb: Museum of Broken Relationships

Ausgezeichnet als "Innovativstes Museum 2011"

Von der Zagreber Unterstadt geht es zu Fuß steil bergauf in den oberen Teil der kroatischen Hauptstadt, Gornji Grad. Dort, wo alles fein restauriert ist und sich Rathaus und Regierungssitz in neuer Pracht zeigen. Oder man nimmt die kurze Standseilbahn, die – wie ein Schild im Inneren der Kabine zeigt – seinerzeit von der Korneuburger Schiffswerft gebaut wurde.

Oben angelangt sind es wenige Schritte im alten Stadtteil Gradec bis man vor dem kleinen Museum steht, das weltweit Furore macht: Das Museum of Broken Relationships wurde 2011 mit dem Preis für das innovativste Museum in Europa ausgezeichnet. Continue reading

Aktuell, Im Anflug, Schritt für Schritt , , , , | 1 Kommentar

Gran Canaria ist belegt

 

Schlummernd döst Rokitansky am Pool und genießt die erste kräftige Frühlingssonne. Es war nicht einfach eine freie Liege zu ergattern, aber da sich in diesem Eck den ganzen Vormittag niemand mit Besitzansprüchen gezeigt hat, wagte er das am Bett liegende Magazin zur Seite zu räumen und streckt sich in der Sonne genießerisch  aus. Continue reading

Aktuell, Am Wasser, Im Anflug , , , , | 1 Kommentar

Wo die Helden baden gehen: Thermen in Budapest

Ja, Budapest rückt immer näher an Wien. Etwas über 2 Stunden mit dem Auto oder sehr bequem in 2:36 mit dem ÖBB Railjet. Wichtig: Badehose nicht vergessen!

 

Dass die ungarische Hauptstadt über eine ausgeprägte Badekultur verfügt, verdankt sie zum einen den über 100 heißen Quellen in der Stadt. Und andererseits der langen  osmanische  Besatzung mit ihrer Hamam-Kultur. Protzend mit der Ästhetik der Gründerzeit finden wir die einstigen Repräsentativbauten heute in neuem, generalrenoviertem Glanz.

Continue reading

Aktuell, Auto-mobil, Schritt für Schritt , , , , , | Kommentar

Eislaufen mit Stalin

Unlängst war in der Zeitung über die “10 schönsten Eislaufplätze der Welt” zu lesen.

Am Eiffelturm in Paris, beim Hauptbahnhof in Helsinki, der unvermeidliche Rathausplatz in Wien oder das Rockefeller Center in New York, von dem es hieß, dass “Sky-Skating hier mit einem wunderbaren Blick über die Metropole ein Vergnügen ist. Oder man läuft unten am bunt beleuchteten Platz, auf dem heuer erstmals auch ein Iglu gebaut wurde”.

Skaten am Rockefeller

Continue reading

Aktuell Kommentar

Ligurien mitten in Wien

Ein kalter Tag in der grauen Stadt verlangt nach Wärme und Farbe. Abseits des Alltags kann man ja öfters abbiegen – wenn man will.

Brandl in Rot: wärmt

So etwa jetzt in die neu eröffnete Ausstellung Herbert Brandl im Kunstforum auf der Freyung. Monochrome Großformate wärmen die graue Winterseele gut an.

 

Flashendes Blitzblau

Aber dann das: Ein Blitzblau über einem schneebedeckten Berg reißt Rokitansky förmlich raus aus der winterlich öden Großstadt und man vermeint direkt am Berg zu stehen und in das Leuchten von Sonne, Himmel und Schneefeld  zu starren.

Gibt Energie für ca. 2 Tage.

Continue reading

Aktuell, Schritt für Schritt , , , , | Kommentar

Rough Luxe in London

Ist es nicht!

Luxus ist kein Vergnügen, aber das Vergnügen ist ein Luxus

London im Herbst: kühl und bewölkt, cool und bevölkert, und wie! An der Themse scheint die Abkühlung der Wirtschaft (noch) nicht wahrnehmbar.

Simon, Rokitanskys Kumpel von früher, meint, die Stadt stehe wie ein Wohlstandswiderstandnest gegen die allgegenwärtige Krise im Land. London boomt, konsumiert, pulsiert und betört. Nicht wie Paris durch Eleganz, sondern durch Dynamik. Nicht Yves Montand, sondern der stampfende Rhythmus von The Clash in “London Calling”!. Continue reading

Aktuell, Im Anflug , , , , , , , , | 2 Kommentare

Wundern in Gugging

Gegen den Strich: Art Brut

Knapp eine halbe Autostunde vor Wien liegt der kleine Ort Gugging, eigentlich Maria Gugging. Scheinbar distant vom pulsierenden Leben der Großstadt blühen dort am Weg zwischen Klosterneuburg/Kierling und St. Andrä Wördern Eigenheiten der besonderen Art. Nervenheilanstalt, Wundergrotte, Art-Brut Museum, Missionsorden, eine Eliteuniversität und ein Pfarrgemeinderat, der erfolgreich Maria in den Ortsnamen hinein reklamiert! Continue reading

Aktuell, Auto-mobil , , , , | Kommentar

Schuhplattelnde Araber in Paris


Rokitansky besucht das teuerste Galopprennen Europas in Paris, wundert sich dabei über „schuhplattelnde“ Araber und bewundert das neue Leih-Rad-System „Velib“.

 

Der Scheich lässt tanzen

Paris Anfang Oktober hat zwei Highlights: die angesagte „Fashionweek“ und Europas höchstdotiertes Galopprennen, das traditionell am ersten Oktoberwochenende ausgetragen wird. „Fashion“ ist mehr ein Thema für die Rokitanskysche – was aber auffällt ist die Begeiserungsfähigkeit und Besucherdichte in diversen Modeshops oder Concept Stores. Bei „Colette“ signiert die frühere (!) Chefredakteurin der Vogue ihr neues Buch, das sie gemeinsam mit dem Szenefotografen Terry Richardson herausgibt: angestellt sind mindestens 100 Leute, die geduldig in der Hitze dieses seltsamen Spätsommers auf ein Autogramm warten. Continue reading

Aktuell, Im Anflug, Velo , , , , | Kommentar

Bayern, München und ein Märchenkönig

Der König, ein Märchen

Das Fotografieren wäre verboten, mahnt die strenge Aufseherin eindringlich.

Warum der Reisende dieser Aufforderung öfters begegnet, darüber kann Rokitansky nur Vermutungen anstellen. Der oft vorgebrachte „konservatorische Schutz“ kann es wohl nicht sein, wahrscheinlich ist es doch eine Art Gebietsschutz für den eigenen Souvenirshop mit seinen Ansichtskarten.

ER hätte sich Fotografieren sicher nicht verbeten, war er doch technischen Neuerungen gegenüber durchaus aufgeschlossen. Wie der „automatische Tisch“ im Prunk-Speisezimmer belegt, der einen Stock tiefer gekurbelt werden konnte um, simsalabim, gedeckt in das Speisezimmer des Königs hinaufzufahren, ohne das der scheue Monarch mit seinem Personal in Kontakt kam. Schade eigentlich, dass der Erbauer kaum dazu kam, sein neues Schloss-Spielzeug auszuprobieren, soll er doch höchstens zwei Wochen darin verbracht haben. Continue reading

Aktuell, Auto-mobil , , , , , | Kommentar

Geisterdörfer, Disko Massaka und ein Held in Kroatien

Der Hafen von Hvar

Der kleine Ort ist eine Gründung aus dem 16. Jahrhundert. Etwa zwei Kilometer im Landesinneren gelegen inmitten eines schützenden felsigen Kessels. Zugang über eine staubige Straße, die sich durch eine malerische Schlucht bergauf windet. Häuser, wie sie in Dalmatien üblich sind: viel Stein, wenig Holz. Und: keine Bewohner mehr da! Es war in den 1950er Jahren, als die verbliebenen knapp 100 Einwohner ihrer kargen Lebensverhältnisse im Karst überdrüssig sind und von „Malo Grablje“ an die Küste ziehen und dort den Ort „Milna“ begründen. Continue reading

Aktuell, Am Wasser , , , , , , | Kommentar